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Rechtliches

Allgemeine Geschäfts­bedingungen (AGB)

Diese AGB regeln die Nutzung der Plattform AdminsBuddy in den Betriebsmodellen AdminsBuddy Cloud, AdminsBuddy Self-Hosted und AdminsBuddy Dedicated Cloud, inklusive API-Zugriffen und zugehörigen Funktionen. Bitte lesen Sie die Bedingungen vor der Nutzung sorgfältig.

Stand: 29. Oktober 2026 Für Unternehmen (B2B)

1. Anbieter und Geltungsbereich

Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform admins-buddy.de („AdminsBuddy“) zwischen renners-it solutions ("Anbieter") und dem jeweiligen Kunden ("Kunde"). Sie gelten für die Webplattform, API-Zugänge, Public- und Business-Funktionen sowie für die Betriebsmodelle AdminsBuddy Cloud, AdminsBuddy Self-Hosted und AdminsBuddy Dedicated Cloud.

Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zustimmt.

2. Zielgruppe und Konto

Verträge über den Dienst werden ausschließlich mit Unternehmern im Sinne von § 14 BGB, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen geschlossen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB erfolgt nicht, sofern dies nicht ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

Registrierungen dürfen nur durch unbeschränkt geschäftsfähige natürliche Personen erfolgen, die zur Vertretung des Kunden berechtigt sind. Mit der Registrierung bestätigt die registrierende Person, für ein Unternehmen im Sinne von Satz 1 zu handeln. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und gegen unbefugte Nutzung zu sichern.

3. Definitionen

  • Konto/Benutzerkonto: Zugang eines einzelnen Nutzers zur Plattform.
  • Business/Organisation: Mandantenfähiger Arbeitsbereich für einen Kunden mit mehreren Benutzerkonten.
  • Dienst: Von AdminsBuddy bereitgestellte Plattformfunktionen, inkl. Web-UI, API und als Early Access gekennzeichneter Funktionen.
  • AdminsBuddy Cloud: Vom Anbieter betriebene, gemeinsam genutzte Plattform; die Daten der Kunden sind logisch voneinander getrennt.
  • AdminsBuddy Self-Hosted: Instanz der Plattform, die der Kunde in eigener Infrastruktur betreibt; der Anbieter liefert Software, Updates und den vereinbarten Support.
  • AdminsBuddy Dedicated Cloud: Exklusive Instanz des Kunden, die der Anbieter in seiner Hosting-Umgebung im vereinbarten Leistungsumfang betreibt.
  • POD: Ausführungskomponente, die Automationen mit den vom Kunden hinterlegten Zugangsdaten ausführt. Der POD läuft im Netz des Kunden; ist ein Managed POD gesondert vereinbart, betreibt der Anbieter ihn in seiner Hosting-Umgebung.
  • Automation-Ausführung (AdminsBuddy Cloud): Eine fachlich ausgelöste Ausführung einer Automation durch einen Nutzer, ein berechtigtes System, einen Zeitplan oder eine freigegebene Schnittstelle. Eine Ausführung zählt einmal, unabhängig davon, wie viele technische Schritte der POD dafür benötigt, und auch dann, wenn sie am Zielsystem scheitert. Nicht gezählt werden insbesondere POD-Heartbeats und Vertrauensprüfungen, Statusabfragen, Log-Übertragungen, Telemetrie, technische Wiederholungen ohne neuen fachlichen Auftrag, abgelehnte Freigaben, Aufträge, die den POD nie erreicht haben, sowie interne Plattform- und Agent-Kommunikation.
  • Technischer Request (AdminsBuddy Self-Hosted und Dedicated Cloud): Ein Aufruf eines PODs an die Plattform, den die Instanz in ihrem Request-Zähler erfasst, insbesondere Abfragen nach neuen und zeitgesteuerten Jobs, der Abgleich der Resource-Liste und der zugewiesenen Resource-Dateien, Lebenszeichen, das Abholen eines Jobs und das Laden des Skripts sowie Ergebnisse und Abgleichsdaten, die ein POD an die Plattform sendet. Nicht gezählt werden Statusmeldungen und Log-Zeilen während eines Jobs, die Anmeldung des PODs beim Start und Arbeiten im Webportal.
  • Kontingent: Die Zahl technischer Requests je Kalendermonat, die in der festen Gebühr für AdminsBuddy Self-Hosted oder Dedicated Cloud enthalten ist.
  • KI-Funktionen: Funktionen, die Sprachmodelle nutzen, insbesondere Agentic Control zur Planung, Auswahl und Bewertung von Automationsschritten.
  • Testzugang: Kostenloser Zugang zu AdminsBuddy Cloud nach Registrierung gemäß § 4.
  • Inhalte: Vom Anbieter oder Nutzern bereitgestellte Daten, Scripts, Konfigurationen, Texte, Bilder und sonstige Materialien.

4. Vertragsschluss

Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar. Mit der Registrierung und der Bestätigung der E-Mail-Adresse entsteht ein kostenloser Testzugang. Umfang und Dauer des Testzugangs legt der Anbieter fest; er kann den Testzugang jederzeit beenden. Für den Testzugang wird keine Verfügbarkeit geschuldet.

Ein kostenpflichtiger Vertrag über AdminsBuddy Cloud, Self-Hosted oder Dedicated Cloud kommt ausschließlich durch ein Angebot des Anbieters und dessen Annahme bzw. eine Auftragsbestätigung in Textform zustande.

Der Anbieter kann Registrierungen oder Bestellungen im Einzelfall ablehnen, wenn sachliche Gründe vorliegen (z.B. Sicherheitsbedenken, Missbrauchsverdacht, unvollständige Angaben).

5. Leistungsumfang, KI-Funktionen und Verfügbarkeit

Art und Umfang der vertraglichen Leistungen ergeben sich aus dem Angebot, der Auftragsbestätigung und individuellen Vertragsdokumenten; für den Testzugang aus der jeweils aktuellen Beschreibung auf der Website.

Als Early Access gekennzeichnete Funktionen, insbesondere Agentic Control, werden aktiv weiterentwickelt und für vereinbarte Anwendungsfälle bereitgestellt. Ein bestimmter Funktionsumfang oder ein bestimmtes Ergebnis wird nur geschuldet, soweit dies ausdrücklich vereinbart ist.

Vorschläge, Pläne und Bewertungen von KI-Funktionen können unvollständig oder fehlerhaft sein. Der Kunde prüft Ergebnisse vor ihrer Verwendung. Die Entscheidung über Freigaben liegt beim Kunden; freigabepflichtige Schritte werden erst nach Freigabe durch einen berechtigten Nutzer des Kunden ausgeführt.

Hinterlegt der Kunde einen eigenen KI-Anbieter, gelten im Verhältnis zwischen Kunde und KI-Anbieter dessen Bedingungen. Stellt der Anbieter ein KI-Modell bereit, setzt er KI-Anbieter nach Maßgabe des Auftragsverarbeitungsvertrags und der Datenschutzerklärung ein.

Der Anbieter ist berechtigt, den Dienst technisch weiterzuentwickeln, Funktionen anzupassen oder zu ändern, soweit der Vertragszweck nicht unzumutbar beeinträchtigt wird. Wartungsfenster und sicherheitsrelevante Updates können zu temporären Einschränkungen führen.

Eine ununterbrochene oder fehlerfreie Verfügbarkeit wird nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich in einer gesonderten SLA vereinbart wurde.

6. Preise, Abrechnung und Zahlung

Es gelten die im Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern nicht anders angegeben. Der Testzugang ist kostenlos.

AdminsBuddy Cloud wird nutzungsabhängig nach Automation-Ausführungen (§ 3) im vereinbarten Umfang abgerechnet.

AdminsBuddy Self-Hosted und Dedicated Cloud werden mit einer festen monatlichen Gebühr abgerechnet. Sie enthält ein Kontingent technischer Requests (§ 3) je Kalendermonat; der Zähler beginnt am Monatsersten neu, nicht genutzte Requests verfallen. Übersteigt die Zahl der technischen Requests in einem Kalendermonat das Kontingent, berechnet der Anbieter den Mehrverbrauch je voll genutzten 1.000 technischen Requests über dem Kontingent; ein angefangener Rest bleibt frei. Höhe des Kontingents und Preis des Mehrverbrauchs ergeben sich aus dem Angebot bzw. der Auftragsbestätigung. Die Zahl der PODs und der Nutzer ist nicht gesondert begrenzt.

Mehrverbrauch wird nur berechnet, wenn der Anbieter dem Kunden den Monatsstand vorher in Textform oder in der Billing-Übersicht der Instanz mitgeteilt hat. Bei Dedicated Cloud ermittelt der Anbieter den Monatsstand aus dem Request-Zähler der Instanz. Bei Self-Hosted wird der Zähler in der Instanz des Kunden geführt; der Kunde lässt ihn unverändert und übermittelt dem Anbieter den Monatsstand auf dessen Anforderung, etwa als Export der Billing-Übersicht.

Ändert ein Update der Plattform oder des PODs, wie viele technische Requests für dieselbe Tätigkeit entstehen, passt der Anbieter das Kontingent im selben Verhältnis an.

Als Early Access gekennzeichnete KI-Funktionen, insbesondere Agentic Control, werden während der Early-Access-Phase in keinem Betriebsmodell als technischer Request oder Automation-Ausführung gezählt. Startet Agentic Control eine klassische Automation über den POD, zählen deren technische Requests wie bei jedem anderen Job. Eine künftige Berechnung von KI-Funktionen kündigt der Anbieter vorher in Textform an; sie gilt nur, soweit sie vereinbart wird.

Gesondert vereinbarte Leistungen, etwa ein Managed POD, der Bau von Automationen oder Unterstützungskontingente, werden nach Angebot berechnet. Der Anbieter ist berechtigt, Nutzungsdaten automatisiert zu erfassen, soweit sie für die Abrechnung erforderlich sind.

Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugsregelungen.

7. Nutzungsrechte und Inhalte

Der Anbieter räumt dem Kunden für die Vertragslaufzeit ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares Recht ein, den Dienst im vereinbarten Umfang zu nutzen.

Der Kunde bleibt Inhaber der von ihm eingebrachten Inhalte. Er sichert zu, über alle erforderlichen Rechte an hochgeladenen oder bereitgestellten Inhalten zu verfügen.

Stellt der Kunde Inhalte in öffentlich zugänglichen Bereichen (z.B. Library) bereit, räumt er dem Anbieter die zur Bereitstellung, Speicherung, technischen Verarbeitung und Veröffentlichung erforderlichen Nutzungsrechte ein. Der Kunde bleibt für Rechtmäßigkeit, Aktualität und Sicherheit seiner Inhalte verantwortlich.

8. Pflichten des Kunden und verbotene Nutzung

Der Kunde ist verpflichtet, den Dienst nur im Rahmen geltenden Rechts und dieser AGB zu verwenden. Insbesondere unzulässig sind:

  • Missbrauch von Zugangsdaten oder Umgehung von Sicherheitsmechanismen,
  • Einspeisen von Schadcode oder Durchführung unzulässiger Last-/Sicherheitstests ohne Freigabe,
  • rechtswidrige, diskriminierende oder sonst unzulässige Inhalte,
  • Nutzung der Plattform für Zwecke, die Rechte Dritter oder gesetzliche Vorgaben verletzen.

Der Kunde trägt die Verantwortung für durch ihn konfigurierte Automationsprozesse, inklusive deren Auswirkungen auf angeschlossene Zielsysteme und Daten.

Der Kunde verantwortet insbesondere den Betrieb und die Absicherung des POD-Hosts in seinem Netz, die in Datasets hinterlegten Zugangsdaten und deren Berechtigungen, das Testen und Freigeben seiner Automationen vor dem produktiven Einsatz sowie bei AdminsBuddy Self-Hosted den Betrieb, die Sicherung und die Aktualisierung der Plattforminstanz. Bei AdminsBuddy Cloud und Dedicated Cloud verantwortet der Anbieter den Plattformbetrieb im vereinbarten Umfang.

Ist ein Managed POD vereinbart, betreibt, aktualisiert und sichert der Anbieter den POD-Host im vereinbarten Umfang. Die hinterlegten Zugangsdaten, deren Berechtigungen und die Freigabe der Automationen bleiben in der Verantwortung des Kunden. Ein Managed POD erreicht nur Zielsysteme, die aus der Hosting-Umgebung des Anbieters erreichbar sind; eine Anbindung an das Netz des Kunden (z.B. per VPN) wird gesondert vereinbart.

Der Kunde sichert die Daten seiner Zielsysteme eigenverantwortlich und in angemessenen Abständen. Für Folgen freigegebener oder vom Kunden konfigurierter Automationen an Zielsystemen, etwa das Ändern oder Löschen von Konten, gilt die Haftung nach § 11.

9. Datenschutz und Vertraulichkeit

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß geltendem Datenschutzrecht und der Datenschutzerklärung. Für AdminsBuddy Cloud, Dedicated Cloud und einen Managed POD schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) nach Art. 28 DSGVO; die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter sind dort aufgeführt. Bei AdminsBuddy Self-Hosted gilt dies, soweit der Anbieter im Rahmen von Support oder Wartung Zugriff auf personenbezogene Daten erhält.

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nur zur Vertragsdurchführung zu verwenden.

10. Laufzeit, Kündigung und Sperrung

Die Vertragslaufzeit richtet sich nach dem gebuchten Modell oder der individuellen Vereinbarung. Fehlt eine ausdrückliche Laufzeitregelung, kann der Vertrag mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende in Textform gekündigt werden.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor bei schwerwiegenden Vertragsverstößen, Zahlungsverzug oder erheblicher Gefährdung von Sicherheit und Stabilität des Dienstes.

Der Anbieter kann Zugänge vorübergehend sperren, wenn dies zur Gefahrenabwehr, zur Missbrauchsprävention oder zur Einhaltung rechtlicher Verpflichtungen erforderlich ist.

11. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach den zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsrechts.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von gesetzlichen Vertretern, Mitarbeitern und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

12. Änderungen der AGB

Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht (z.B. Rechtsänderungen, Sicherheitsanforderungen, Weiterentwicklung des Dienstes). Änderungen werden dem Kunden rechtzeitig in Textform angekündigt.

Widerspricht der Kunde einer angekündigten Änderung innerhalb der mitgeteilten Frist nicht und nutzt den Dienst nach Inkrafttreten weiter, gelten die Änderungen als akzeptiert, sofern der Kunde bei Mitteilung der Änderung auf diese Rechtsfolge hingewiesen wurde.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.

Sofern kein Verbrauchervertrag vorliegt, finden die Informationspflichten zur Verbraucherschlichtung nach § 36 VSBG keine Anwendung. Unabhängig davon nimmt der Anbieter derzeit nicht an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teil.

Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.